Zum Teil heftige oder explosive Reaktionen mit Alkali-, Erdalkali- und Leichtmetallen sowie starken Oxidationsmitteln. Die meisten Verbindungen sind brennbar und bilden explosionsfähige Dampf-/Luftgemische.
Die Wirkung vieler Stoffe dieser Gruppe wurde bisher nur unvollständig untersucht; die Wirkungen reichen von Reizerscheinungen der Augen, der Schleimhäute und der Haut bis zu starken Vergiftungen beim Einatmen, Verschlucken und Berührung m
it der Haut. Irreversible Schäden sind möglich (Alkylierungder DNS). Technischer Chlordimethylether kann aufgrund von Verunreinigung mit Dichlordimethylether Krebs erzeugen.
Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
Im Abzug arbeiten; von Zündquellen fernhalten.
Neopren-Schutzhandschuhe (nur als kurzzeitiger Spritzschutz).
Verhalten im Gefahrfall (Unfalltelefon: 112)
Verschüttete Flüssigkeit mit Absorptionsmaterial (z. B. Rench-Rapid) aufsaugen. Bei Freiwerden von Brommethan Labor räumen! Mono- bzw. Dichlordimethylether enthaltende Lösungen mit Natronlauge oder Ammoniakwasser entgiften.
CO2-, Pulverlöscher oder Wasser im Sprühstrahl einsetzen.
Entstehungsbrände bekämpfen. Bei Brandausweitung Feuermelder betätigen.
Erste Hilfe
Nach Hautkontakt: Mit viel Wasser gründlich waschen anschließend mit Polyethylenglykol 400 abtupfen. Nach Augenkontakt: Mindestens 15 Minuten mit Wasser bei geöffnetem Augenlid spülen. Augenarzt! Nach Einatmen: Frischluft. Arzt! Nach Verschlucken: Viel Wasser trinken. Danach mehrmals Medizinalkohle einnehmen (30 Gramm in Wasser). Sofort Arzt rufen! Nach Kleidungskontakt: Benetzte Kleidung sofort ausziehen.
Brandwunden mind. 20 Minuten mit kaltem Wasser kühlen. Ersthelfer: siehe gesonderten Anschlag
Sachgerechte Entsorgung
Als Sondermüll (halogenhaltige Lösemittel) entsorgen (Mono- bzw. Dichlordimethylether vorher entgiften).