Betriebsanweisung p-Toluidin [106-49-0] Universität Würzburg

UW - C 453
05/98

TN

p-Toluidin [106-49-0]

C7H9N; 4-Aminotoluol, 4-Methylanilin, p-Methylanilin, 4-Methylbenzolamin, 1-Methyl-4-aminobenzol, 1-Amino-4-methylbenzol. Farblose bis hellgelbe, lichtempfindliche Kristallmasse, die sich an Luft mit Licht rotbraun verfärbt. Weinartiger Geruch, bildet mit Wasser das Monohydrat aus.

Gefahren für Mensch und Umwelt

Giftig beim Einatmen, Verschlucken und Berührung mit der Haut. Gefahr kumulativer Wirkungen.
Starker Methämoglobinbildner. Schädliche Wirkung wird durch Alkohol potenziert.
Leichte Resorption über die Haut. Starke Reizung der Bl ase. Schädigt Blut, Nieren und ZNS.
Anreicherung im Körper möglich.

Nicht stark erhitzen. Nicht mit Säuren (u.a. Salpetersäure) in Berührung bringen. Gefährliche Zersetzungsprodukte sind nitrose Gase.

LD50 (oral, Ratte): 656 mg/kg.
Umweltschädlich.

Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln

Schutzhandschuhe als kurzzeitiger Staubschutz.

Verhalten im Gefahrfall (Unfalltelefon: 112)

Substanzkontakt vermeiden. Stäube nicht einatmen.
Trocken aufnehmen. Der Entsorgung zuführen. Nachreinigen. Staubentwicklung vermeiden.
Wasser, Pulver, Schaum.
Brennbar. Im Brandfall können nitrose Gase entstehen.

Erste Hilfe

Nach Hautkontakt: Mit reichlich Wasser abwaschen. Abtupfen mit Polyethylenglycol 400.
Nach Augenkontakt: Mit reichlich Wasser bei geöffnetem Lidspalt mindestens 10 Minuten ausspülen. Sofort Augenarzt hinzuziehen.
Nach Einatmen: Frischluft, ggf. Atemspende. Sofort Arzt hinzuziehen.
Nach Verschlucken: Viel Wasser trinken lassen. 20 - 40 g Aktivkohle in 10 %iger Aufschwemmung geben. Erbrechen auslösen. Sofort Arzt hinzuziehen. Keine Milch. Kein Rizinusöl.
Nach Kleidungskontakt: Kontaminierte Kleidung sofort entfernen.
Ersthelfer: siehe gesonderten Anschlag

Sachgerechte Entsorgung

Gelöst in z. B Ethanol als halogenfreie, organische Lösemittelabfälle.



Fertiggestellt am: 05.05.98 (Janiak)

Umwandlung ins HTML-Format: 01.09.2003 (Stadler)


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