Betriebsanweisung Acetylen Universität Würzburg
Institut für Organische Chemie - Gasflaschenlager
UW - G 01
02/95

F

Acetylen

Acetylen ist brennbar, leicht entzündlich und neigt zu exothermem Selbstzerfall bei Energieeinwirkung.

Gefahren für Mensch und Umwelt

Explosionsgefahr bei Einwirkung von Chlor, Hypochlorid, Bromdämpfen; Bildung explosibler Acetylide bei Kontakt mit Kupfer, Silber, Quecksilber, deren Salze und Lösungen; explosibler Selbstzerfall durch Druckstöße oder Erwärmung; gasförmiges Acetylen ist leichter als Luft.

Acetylen wirkt als Stickgas ( Störungen der Oxidationsprozesse im Gehirn durch Sauerstoffmangel); eine Giftwirkung geht von Verunreinigungen aus (Arsen-, Phosphor-, Schwefelwasserstoff).

Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln

Druckgasflaschen gegen Umstürzen sichern, vor Schlag, Stoß und Erwärmung schützen, nicht mit brennbaren und leicht entzündlichen Stoffen lagern.
Transport nur mit aufgeschraubter Schutzkappe.

Verhalten im Gefahrfall (Unfalltelefon: 112)

Gut lüften, Zündquellen beseitigen bzw. meiden.

Erste Hilfe

Nach Einatmen: Frischluft, Ruhe, Wärme, ggf. Atemspende. Arzt aufsuchen.
Ersthelfer: siehe gesonderten Anschlag

Sachgerechte Entsorgung

Defekte Druckgasflaschen müssen durch Spezialfirma entsorgt werden.



Fertiggestellt am: 10.02.95 (Behr)

Umwandlung ins HTML-Format: 01.09.2003 (Stadler)


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